Rund 88 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind mit ihrem Beschäftigungsverhältnis zufrieden – dies entspricht dem Wert aus dem Jahr 2010. In der Europäischen Union sind es mit 86 Prozent etwas weniger. Dies geht aus der heute vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) veröffentlichten Studie „Qualität der Arbeit in Europa“ hervor.

Insbesondere in Ostmitteleuropa, sei die Arbeitszufriedenheit zwischen 2010 und 2015 von einem relativ niedrigen auf ein vergleichbares Niveau wie in Deutschland angestiegen. „Für eine schleichende Verschlechterung der Qualität der Arbeit fehlt daher sowohl hierzulande als auch in der Europäischen Union insgesamt der empirische Beleg. Politischer Handlungsdruck existiert von dieser Seite nicht“, heißt es auf der Webseite vom IW Köln.

Wertschätzung, Anerkennung und soziales Umfeld

Zentrale Parameter für die Jobzufriedenheit sind gemäß der Studie die „Wertschätzung und Anerkennung, die in Geld, Aufstiegsperspektiven und Worten ausgedrückt wird“. Ähnlich wichtig sei das soziale Umfeld am Arbeitsplatz. Zusammenfassend konstatiert das IW Köln: Je höher der Anteil der Arbeitnehmer in einem Land, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, desto höher ist die Qualität der Arbeitsplätze in einer Volkswirtschaft insgesamt.

Datenbasis

Die vorliegende Untersuchung basiert auf dem European Working Conditions Survey aus dem Jahr 2015. Die Analyse beschränkt sich auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und auf die aktiven Arbeitnehmer. Die untersuchte Stichprobe umfasst 28.000 Personen, darunter circa 1.600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland.