Zeitarbeit

Größere Flexibilität steigert Arbeitszufriedenheit

Beschäftigte in Deutschland, die mehr Flexibilität durch mobiles Arbeiten besitzen, weisen eine höhere Arbeitszufriedenheit auf. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Rahmen seiner IW-Beschäftigtenbefragung 2015 unter 2.500 Arbeitnehmern.

„Knapp sechs von zehn Beschäftigte arbeiten nach eigener Auskunft mithilfe des Internets abseits des betrieblichen Standorts“, heißt es in dem IW-Bericht. 18,3 Prozent dieser Gruppe nutzten dagegen nur selten Smartphone, Tablet oder Laptop, wenn sie unterwegs waren. Ein Fünftel nutzte zumindest „gelegentlich“ das Internet und 18,6 Prozent sogar „häufig“, um „unterwegs berufliche Angelegenheiten zu erledigen“ dig this. Daher vermutet das IW Köln auch, dass diese beiden Gruppen vornehmlich in einem digitalen Umfeld arbeiteten und über einen größeren Gestaltungsspielraum im Hinblick auf Lage und Dauer der eigenen Arbeitszeit verfügten. Dem Institut zufolge trifft dies „auf knapp sechs von zehn Beschäftigte zu, die häufig mobiles Internet nutzen, und auf mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die zumindest manchmal mobil arbeiten“. So nutzten vor allem Führungskräfte und Arbeitnehmer mit hohen beruflichen Anforderungen die Vorzüge des mobilen Arbeitens. „Unter den Arbeitnehmern, die stets am betrieblichen Standort aktiv sind, gab hingegen nur jeder vierte an, Lage und Dauer der Arbeitszeit wesentlich mitbestimmen zu können“, schreiben die IW-Autoren weiter.

Das IW Köln kam nach der Befragung zu dem Ergebnis, dass Arbeitnehmer, die mobil arbeiten und damit „Einfluss auf die Lage und Dauer von Arbeitszeiten und die Gestaltung der Arbeitsaufgaben nehmen“ können, „signifikant häufiger mit ihrem Job zufrieden sind als ihre Referenzkollegen, die nie mobil arbeiten“. Allerdings heißt es einschränkend, dass deren Arbeitszufriedenheit jedoch „nicht höher als von nie mobil arbeitenden Beschäftigten“ ist, „wenn sie nicht über einen großen Mitgestaltungsspielraum in Sachen Arbeitszeiten verfügen“.

Quelle: Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP)